Den von den Fraktionen der SPD und CDU/CSU gemeinsam in den deutschen Bundestag eingebrachten Antrag zur Fortsetzung des Stadtumbaus in den neuen Ländern unterstützen ausdrücklich der Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Deutsche Mieterbund (DMB) sowie der Deutsche Städtetag (DST). Damit die Funktionsfähigkeit der ostdeutsche Städte erhalten werden, ist die Fortsetzung des Stadtumbaus angesichts der fast überall drastisch nach unten gehenden Haushaltszahlen in Ostdeutschland und der dadurch drohenden zweiten Leerstandwelle ab 2010 zwingend erforderlich.
Das gegenwärtige und bis Ende 2009 laufende Stadtumbauprogramm markierte den Einstieg in die Lösung der Probleme. Ein weiterer Anstieg des Leerstandes konnte verhindert werden, da annähernd 150.000 Wohnungen fast ausschließlich von kommunalen Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften abgerissen worden sind. Dies geschah zu 90% durch die so genannten §-6-Unternehmen. Leer stehen werden in den neuen Ländern im Jahr 2009 aber immer noch knapp eine Million Mietwohnungen.
Vor allem durch die Finanzkrise und deren sozialökonomischen Folgen gibt es zuzüglich zu diesen noch auf lange Zeit flächendeckenden Leerstellen neue Probleme. Diese stellen sich vor allem in Form steigender Arbeitslosigkeit dar. Noch weitaus stärker als bisher wird deswegen die Politik neben den wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Komponenten bei der Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für den Stadtumbau auch den sozialen Aspekt des Stadtumbaus bedenken und beachten müssen.
Das Programm über 2009 hinaus mindestens bis 2016 fortzusetzen, wurde bereits im Juni 2008 als Ergebnis der Evaluierung des Programms „Stadtumbau Ost“ empfohlen. Jährlich müssen mindestens 30.000 Wohnungen (im Zeitraum von 2010 bis 2016 also dementsprechend insgesamt weitere 100.000 bis 150.000 Wohnungen) abgerissen werden, damit der Leerstand in den neuen Ländern nicht weiter anwächst.
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