Der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, erklärte angesichts der Vorstellung des Gutachtens des Deutschen Verbandes (DV) und der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif): „Dass erstmals die Immobilienmärkte in Deutschland aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive betrachtet wurden, begrüßen wir sehr.“ Im Vergleich zu vielen anderen Ländern seien die Immobilienmärkte in Deutschland eine der wichtigsten Stabilitätsfaktoren in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise. „Hier wurde immer auf eine solide Finanzierung und vernünftige Eigenkapitalquote geachtet, es gab keine Immobilienblasen“, so Rips. Dies mache sich jetzt bezahlt.
Dass in den letzten Jahren die Betriebs- und Energiekosten stärker gestiegen sind als die Mieten, bestätigte der Deutsche Mieterbund ebenfalls. Bereits über 25% (ohne Nebenkosten) beziehungsweise 30% (mit Nebenkosten) dürfte die Wohnkostenbelastung zwischenzeitlich liegen. Rips sagte, dass nach Einschätzung des Deutschen Mieterbundes Mieter heute insgesamt durchschnittlich 34 bis 35% ihres Nettoeinkommens für die Wohnkosten zahlen müssten. „Eine Wohnkostenbelastung von mehr als 40% haben häufig einkommensschwächere Haushalte. Die ständig steigenden Energiepreise sind eine der Gründe dafür.“ Wirkungsvolle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, insbesondere im Wohnungsbestand, müssten jetzt eingeleitet werden.
Rips ergänzt: „Die Einbeziehung von Immobilien in die private Altersvorsorge unterstützt auch der Deutsche Mieterbund.“ Nicht auf selbst genutztes Wohneigentum dürfe die Riester-Rente beschränkt bleiben. Auch für vermietetes Eigentum müsse sie stattdessen offen stehen“, forderte Rips.

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