Wenn es um den Energieverbrauch ihrer Wohnung geht, tappen Mieter häufig immer noch im Dunkeln, während jeder Autofahrer den Verbrauch seines Pkw kennt. Im Hinblick auf Einsparmöglichkeiten kann man sich aber selbst sehr gut Informationen beschaffen. Dass der Energieverbrauch von Wohnungen vergleichbarer und transparenter gemacht wird, darin sieht auch der Gesetzgeber immer mehr die Notwendigkeit.
Eine große Anzahl von Möglichkeiten, den eigenen Energieverbrauch zu bewerten, bietet der Deutsche Mieterbund schon seit Jahren seinen Mitgliedern an. Das Energiesparkonto für Mieter, der Heizkostencheck, der Heizspiegel und der Betriebskostenspiegel sind hier vor allem zu erwähnen.
Ende des Jahres 2009 erscheint zum Beispiel der nächste Betriebskostenspiegel. Dass Mieter in Deutschland für diese so genannte zweite Miete durchschnittlich 2,14 € pro Quadratmeter zahlen mussten, wies der Betriebskostenspiegel 2008 aus. Bis zu 2,78 pro Monat und Quadratmeter können diese Kosten betragen, wenn man alle nur denkbaren Betriebskostenarten zusammen zählt. Für das Abrechnungsjahr 2008 erwarten die Experten eine Steigerung um 20 bis 30%, während 2007 die Kosten für Warmwasser und Heizung gesunken waren. Drastischen Energiepreissteigerungen und einem kälteren Winter 2008 ist diese Steigerung geschuldet.
Für die mehr als 21 Millionen Mieterhaushalte, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten, sowie für Wohnungsuchende, soll durch den Betriebskostenspiegel Vergleichbarkeit und Transparenz geschaffen werden. Außerdem soll der Betriebskostenspielgel auch Vermietern Anhaltspunkte an die Hand geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren beziehungsweise Maßnahmen eingeleitet werden sollten, damit überhöhte Betriebskosten reduziert werden können. Ferner möchte der Betriebskostenspiegel Hinweise für eine Überprüfung der Abrechnung nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern.
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