Trend: Mieter werfen Auge auf die Mietnebenkosten

von jansenallmedia - Kategorie: Finanzen, Mieten, News

Im Zuge seiner Studie hat der Immobilienverband Deutschland Süd (IVD) festgestellt, dass in München die Quote der Haushalte mit nur einem Bewohner konstant steigt. Aktuell beträgt der Anteil 52%. Mehr Platz benötigen Alleinwohnende, die zum Beispiel Küche und Badezimmer nicht mit anderen teilen, im Durchschnitt. Der Chef des IVD-Marktforschungsinstituts Stephan Kippes, erklärt: „Mit einer Zunahme von 0,3 bis 0,4 m² im Jahr rechnen wir. Zusammen kommen da in 10 Jahren etwa 3 bis 4 m².“ Kippes gibt zu bedenken, dass diese zusätzliche Fläche auch erst einmal gebaut werden müsse.

Fertig gestellt wurden in München im Jahr 2008 4.650 neue Wohnungen. Um die Wohnungsmisere langfristig zu beheben, sind jedoch 7.000 Einheiten nötig. Diese Zahl hält die Stadt München für angemessen. Fast 11% über dem Wert aus dem Jahr 2007 liegt diese Zahl allerdings. Und dass sich dieser Wert noch einmal verbessert, zeigt ein Blick auf die Genehmigungsstatistik: schließlich erteilte die Stadt München im Jahr 2008 für 5.430 Wohnungen eine Baugenehmigung. 2007 waren es noch 20% weniger. Eine weitere Zunahme der Genehmigungen um 10% registrierte der IVD in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres. Kippes erklärt, dass man damit auch mit einer Zunahme der Neubautätigkeit rechnen könne. Dass die Mieter wesentlich akribischer als früher auf die zu erwartenden Nebenkosten ein Auge werfen, diesen Trend haben die IVD-Forscher ausgemacht. Weil sie bei den Heizkosten sparten, zögen viele Mieter oftmals höhere Mietkosten bei einem Neubau ins Kalkül.

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