Nach oben katapultiert wird speziell die Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten, was immer mehr Single-Haushalten geschuldet ist. Mit einem Bedarf von 252.500 neuen Wohnungen rechnet die die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) allein für den Großraum München. 880.000 Wohnungen müssen dagegen im gesamten Freistaat neu errichtet werden. Gerade einmal 36.000 neu erbaute Wohneinheiten in 2008 stehen diesen Zahlen gegenüber. Und auch 2009 war keine Besserung in Sicht.
Die Staatsregierung will wie im Jahr 2009 nun in einem Wohnungsbauprogramm 2010 für Sanierung und Bau von Heimplätzen sowie Eigentums- und Mietwohnungen rund 215 Millionen € aus dem Säckel packen. Mehr Anreize für den Wohnungsbau sollen durch Steuererleichterungen geschaffen werden.
Für den Rückgang der Bautätigkeit werden von den Wohnungsunternehmen die Vorgaben hinsichtlich des Umweltschutzes aus Berlin mitverantwortlich gemacht. Der Verband Bayerischer Wohnungsunternehmen erklärte, dass Sanierung und Bau durch die harten Maßstäbe an den Klimaschutz deutlich stärker verteuert worden sein. Bei gleichem Investitionsvolumen könnten so immer weniger Wohnungen gebaut werden, da allein 2009 die Kosten durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) um 30% in die Höhe getrieben worden wären. Die Branche moniert, dass eine bessere Förderung von Staatsseite gegeben sein müsse, damit die Situation verbessert werden könne.
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