Münchens Immobilienmarkt

von jansenallmedia - Kategorie: Kaufen

Die Münchner Bevölkerung zieht gezwungenermaßen immer häufiger aufs Land, da sie sich fast kaum noch eine eigene Immobilie leisten kann. Nur außerhalb des Stadtzentrums sind die Immobilienpreise noch einigermaßen bezahlbar. Zunehmend investieren wohlhabende Bürger in Immobilien, was vor allem niedrigen Zinsen auf dem Festgeldkonto und dem schwächeren Euro geschuldet ist. Steigende Immobilienpreise in wirtschaftlich starken Regionen sind allerdings ein Nebenprodukt dieser Entwicklung. Dies trifft insbesondere auf München zu. Familien und Menschen, die lediglich über ein geringes oder mittleres Einkommen verfügen, können sich eine eigene Immobilie in den beliebten Regionen Bayerns nicht mehr leisten. Touristisch geprägte Regionen wie Garmisch-Partenkirchen oder Starnberg gehören ebenso dazu, wie die bayerische Landeshauptstadt München.

Für seine hohen Immobilienpreise ist die Weltstadt mit Herz schon lange bekannt. Mit mindestens einer Million Euro muss derjenige rechnen, der dort ein komfortables Einfamilienhaus kaufen möchte -Tendenz steigend! Nach wie vor schnellen auch die Preise für bebaubare Grundstücke nach oben. Mit einem Quadratmeterpreis von circa 3.500 € muss man kalkulieren, wenn man in den umliegenden Gemeinden Münchens und in München selbst eine Eigentumswohnung erwerben möchte. Spitzenwerte von 3.800 € pro Quadratmeter erreichen zum Beispiel Unterschleißheim oder Unterhaching. Dennoch erfreuen sich die Immobilien in München ungebremster Nachfrage. Im Bereich Hackerbrücke und Pasing plant die Stadt München deshalb ganze Stadtteile neu, und möchte in den nächsten Jahren Wohnungen für über 15.000 Menschen errichten.

Im Süden Deutschlands und vor allem in den ökonomisch attraktiven bayerischen Regionen sind die Kurse für neue Eigentumswohnungen um mehr als sieben Prozent nach oben geschnellt, während sich in der Republik insgesamt die Immobilienpreise weitgehend einer Stabilität erfreuen. So muss man für ein gebrauchtes Münchner Einfamilienhaus (freistehend) zum Teil zehnmal soviel berappen wie an einem anderen deutschen Standort. Eine Sonderrolle spielt in Bayern die Stadt München sogar beim Umsatzvolumen. Laut Gutachterausschuss legte der Umsatz bei Immobilien in München gegenüber dem Jahr 2009 um eine Milliarde € zu, während sie in ganz Bayern um etwa 16% gesunken ist. Eine besonders starke Nachfrage haben vor allem Mehrfamilienhäuser zu verzeichnen.

Dass es wachsendes Interesse an Bestands-Immobilien gibt, unterstreicht die aktuelle Analyse „Markt für Wohnimmobilien 2010“ der LBS. Darin wird auf eine in Fahrt kommende Belebung im Neubau hingewiesen. Dass die Immobiliennachfrage auch zukünftig nicht nachlassen wird, lässt sich abschließend feststellen. Als Konsequenz dessen wird es wohl erneut zu steigenden Preisen kommen. Nach wie vor an der Spitze des Beliebtheitsbarometers steht auch bei der LBS das klassische Einfamilienhaus.

Ein guter Rat kann hier nur der sein, dass man sich für eine Eigenimmobilie rechtzeitig entscheiden sollte. Denn eine Finanzierungsrate fällt momentan kaum höher aus als die Miete für eine vergleichbare Immobilie, was den historisch niedrigen Zinsen geschuldet ist.

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