Immer größere Warteschlange in der Notfalldatei

von jansenallmedia - Kategorie: Mieten

Auch im aktuellen Wohnungsmarktbericht von Stuttgart zeigt sich der immer größer werdende Mangel an Wohnungen, was auch vom Mieterverein moniert wird. Die Vormerkdatei in Bezug auf Sozialwohnungen wird dem Bericht nach immer größer, so dass zu Mitte des Jahres 2011 knapp 3.000 Haushalte auf der Warteliste standen. Dies waren fast 100 Wartende mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei wurde der Anteil der Dringlichkeits- und Notfälle von 1.448 (Ende des Jahres 2010) auf 1.504 im Jahr 2011 nach oben katapultiert. Parallel dazu sinkt die Zahl der vermittelten Sozialwohnungen. Im Jahr 2011 konnten bisher lediglich 910 Wohnungen vermittelt werden, während es im Jahr 2010 noch 1.013 gewesen sind.

Nur bei größeren Wohnung war eine leichte Verbesserung bezüglich der Wartezeiten auf eine Sozialwohnung , die sich nach einem bestimmten Punktsystem errechnet, zu verzeichnen. Auf kleinere Sozialwohnungen muss nach wie vor sehr lange gewartet werden. Singles, die einen deutschen oder europäischen Pass besitzen, müssen durchschnittlich 19 Monate warten, bis sie eine kleine Sozialwohnung erhalten. Anwärter, die von außerhalb der Europäischen Union kommen, müssen statt zuletzt 18 Monate allerdings nur noch 14 Monate warten. Nach wie vor sind Singlehaushalte mit mehr als 50 % der Vormerkungen betroffen.

Die Stadt Stuttgart erwägt im Jahr 2011 noch die Errichtung von 17 günstigen Mietwohnungen sowie 85 Sozialwohnungen zu fördern. Hinzu kommt die Förderung des Erwerbs oder des Baus von 150 Eigentumswohnungen. Grüne und SPD haben bei den Etatberatungen den Antrag gestellt, dass in Zukunft pro Jahr 150 Sozialwohnungen errichtet werden sollen. Der Mieterverein stellt dahingehend sogar eine Forderung in Höhe von 300 Einheiten.

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